...mil veces la vida, para qué vivir?...

Montag, 23. Januar 2012

Fräulein, na sieh mal einer an.....


Frauenzeitschriften? Lese ich eigentlich nicht. Aber letzte Woche hat mir meine Freundin ein Heftchen geschenkt, das irgendwie anders ist. "Fräulein" heißt es. Längst nicht so bunt, kitschig, überladen und völlig oberflächlich wie die meisten Frauenblättchen. Nein, da stehen echte Artikel drin, die schön recherchiert und toll geschrieben sind. Einfach richtig gut lesbares Zeug. Und das Ganze gepaart mit schönen Fotos und Mode- und Lifestyle-Tipps, die echt Stil haben.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: das Editorial. Chefredakteur Götz Offergeld schreibt darin ein paar richtig gute Sachen. Mit dem würde man gerne auch mal auf ein Glas Wein gehen, denkt man sich. Und was er sagt, passt einfach zum Jahres-Start, finde ich. (Und irgendwie auch ein kleines bisschen zum Tango. Denn Tango ist vieles, aber eben auch eine Entscheidung.)
Deswegen hier, unkommentiert, ein paar Zeilenzitate. 

"In letzter Zeit geht es uns vor allem um die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Was will ich? Wohin will ich?
Wir sind häufig so erzogen, alles haben zu wollen, alles können zu müssen. Dafür müssen wir nicht viel tun, vor allem müssen wir uns nicht bewusst entscheiden. Irgendwie fliegt es uns schon zu.
Man sagt uns, dass wir Erfahrungen sammeln sollen, indem wir möglichst viel ausprobieren und im Anschluss entscheiden, was gut für uns ist. Wir sollen uns von nichts und niemanden einengen lassen und auf nichts verzichten. Sobald es unangenehm wird, ziehen wir weiter. Es kommt schon etwas Neues und Besseres, alles ist austauschbar. (...)
Natürlich machen Affären, Erfolg, Schönheit und Kommerz irre Spaß! Man soll das nicht verteufeln. Aber sie geben keine dauerhafte Erfüllung. Wenn man zurückblickt, dann sind da ein paar lustige Geschichten, aber sehr oft haben die Partys, der Sex und der Konsum nur ein Gefühl von Leere und Verwirrung hinterlassen, die Einsicht, dass man sich das Meiste hätte sparen können.
Es scheint mir wichtig, konsequent Entscheidungen zu treffen. Nicht zu versuchen, unser Gegenüber zu ändern, sondern uns selber. Das Leben in die Hand nehmen."


  

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